Festungen in Swinemünde
 

Die von den Deutschen in Swinemünde geschaffenen Festungen entstanden wahrscheinlich auch aus der Erfahrung von 1848 heraus, als die Dänen den Hafen blockiert hatten. Dadurch wurde die Arbeitslosigkeit in Swinemünde so groß,  dass die Stadt sich entschied, Arbeitsplätze durch den Straßenbau zu schaffen. Es entstand die Straße über Friedrichsthal nach Zirchow, Usedom usw.
Das Fort Engelsburg liegt am linken Swineufer. Es hat diesen Namen erhalten, weil es dem gleichnamigen Mausoleum des römischen Kaisers Hadrian ähnelt. Die "Engelsburg" diente vorwiegend dem militärischen Schutz der Stadt und des Hinterlandes.
Angelegt wurde die Engelsburg, die früher von einem Wall und einem Wassergraben umgeben war, nach dem Schema einer Redoute. Das monumentale Bauwerk - erbaut von 1845 - 1858 - besitzt auf drei Etagen 24 Schießscharten für Kanonen.
Die Ostbatterie (jetzt "Gerhard Fort") erbaut im 19.Jahrundert als Teil der Festung Swinemünde, liegt am rechten Swineufer in der Nähe des Leuchtturmes. Das ganze Gelände war lange Zeit überwuchert mit Sträuchern und Bäumen. 2001 hat es ein interessierter "Festungskommandant" gepachtet und will es als Attraktion weiter restaurieren und der Öffentlichkeit zugänglich machen.
Der "Kommandant" der Festung - in historischer Phantasieuniform mit Pickelhaube - begeistert die Kinder mit seinen Erzählungen über die Geschichte. Dabei wird sogar ein Kanonenschuss ausgelöst.
In Wirklichkeit wurde von keiner der Festungen im Ernstfall jemals ein Schuss abgegeben. Vielleicht hielt bereits die "Politik der Stärke" der Preußen die Feinde von einem Angriff ab.
E.R.





Foto links: Die Engelsburg
Oben: Fotos von der Ostbatterie.